Archiv der Kategorie marketing

Wettbewerbsfähigkeit

Das Weltwirtschaftsforum hat seine jährliche Rangliste zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit von 139 Staaten veröffentlicht. In Deutschland herrscht Freude, denn man verbesserte sich vom 7. auf den 5. Rang.

Und Mexico?

Vorher auf Platz 60 ist das Land nun auf Rang 66 gefallen; hinter Staaten wie Montenegro, Azerbaidschan, Vietnam, Sri Lanka und Jordanien.

Und innerhalb Lateinamerikas?  Da führt Chile (Platz 30) vor Puerto Rico (Platz 41; faktische US-Kolonie); Panama (53), Costa Rica (56), Brasilien (58) und Uruguay (64) liegen alle vor der ehemalig grössten LatAm-Wirtschaftsmacht Mexico. Ob das dem Felipillo und seiner Experten-Schar gefallen wird?

Ups, nun rede ich schon wieder schlecht über Mexico… Asche auf mein Haupt… ;-)

(Quellen: tagesschau.de, World Economic Forum: The Global Competitiveness Report 2010-2011)

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Geraubte Illusionen

Eigentlich hatte ich gedacht, ein leckeres Milch-Eis mit Cajeta (karamelisierte gezuckerte Ziegenmilch) und Schokoladen-Überzug gekauft zu haben, aber als ich nach dem Auspacken die Verpackung las (zunächst etwas gedankenverloren, dann aber höchstaufmerksam), wurde ich herb enttäuscht:

(zu deutsch: “Eis am Stiel aus Pflanzen-Fett mit Vanille-Geschmack, Sirup mit Cajeta-Geschmack und Überzug mit Schokoladen-Geschmack”)

Ich bin ja eigentlich immer dafür, dass Hersteller die Wahrheit sagen über ihre Produkte, aber wie kann man jemandem auf solch fiese Weise die Illusionen nehmen? Hätte man die Beschreibung nicht marketing-technisch angenehmer formulieren können? ;-)

P.S. Links für Interessierte die Zutatenliste.

Viel Milch ist da nicht vorhanden, dafür aber alle möglichen pflanzlichen Zutaten, jede Menge Zucker und (meist künstliche) Farb- und Geschmacks-Stoffe.

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Werbung und Wirklichkeit

In den letzten Wochen wirbt das mex. Bundes-Arbeits-Ministerium (und damit die mex. Regierung) damit, seit Beginn des Jahres soundsoviel tausend neue Arbeitsplätze geschaffen zu haben. Dass ich dem skeptisch gegenüberstehe, brauche ich wohl nicht ausdrücklich zu schreiben, aber nehmen wir einmal an (wohlwollend wie wir sind ;-) ), die Wirtschaft hat tatsächlich neue Arbeitsplätze geschaffen.

Dazu habe ich mal auf den Job-Portalen nach offenen Stellen geschaut und alles (!), was mir (für einen zumindest dem meinigen verwandten Berufs-Zweig) untergekommen ist, ist in etwa so:

Posten: IT-Leiter und -Koordinator

Bildungsgrad: abgeschlossenes Uni-Studium Informatik (títulado)

Alter: 30 bis 40 Jahre, “exzellentes Äusseres”

Erforderliche Kenntnisse: mindestens fünf Jahre im IT-Bereich mit folgender Verantwortung: Auswertung und Administration von IT-Projekten, Datenbank-Administration und -Nutzung (unbedingt), Programmierung und Entwicklung von Applikationen in-house (unbedingt), Entwicklung von Politiken und Prozessen für die IT-Abteilung, business reports, Kenntnisse in Buchhaltungs- und akademischen Systemen, Implementation von Hard- und Software-Projekten, Englisch-Kenntnisse: 80% (Fähigkeit, ein Verhandlungs-Gespräch sicher zu führen und Fachbegriff-Kenntnisse im IT-Bereich)

Aufgaben: Planung und Kontrolle für/von Personal und Material zur Instandhaltung, Entwicklung und Anwendung von technischen Lösungen, die Vorteile zur Konkurrenz erlauben

Bis dahin ist ja alles noch OK. Und dann liest man, was die einstellende Firma bereit ist zu zahlen:

6.000,- Pesos netto (momentan etwa 350 Euro)

:shock: :mad:

… und so wird es mit den meisten anderen Jobs auch sein; konkret: es mag sein, dass wieder eingestellt wird, aber aufgrund des Überangebots an Arbeitskräften werden die Preise dermassen gedrückt, dass es schon Lohn-Dumping ist. Im obigen Fall frage ich mich auch: wieviel bekommen wohl die, die unter diesem IT-Leiter arbeiten? Mindestlohn?

Wie heisst es so schön am Ende des Werbespots des gobierno federal: “No pido mucho. Pido trabajo. Y ya lo tengo.” (zu deutsch: “Ich verlange nicht viel. Ich möchte eine Arbeit. Und nun habe ich sie.”)

Was dabei wahrscheinlich geschnitten wurde, war der Folgesatz: “Pero no gano suficiente para poder vivir. Y menos para ‘Vivir mejor’.” (“Aber ich verdiene nicht genug zum Leben. Und noch weniger zum ‘Besser leben’ [Werbespruch der Calderón-Regierung])

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Zurück und hin

Ein Urteil des (deutschen) Bundesgerichtshofs (BGH) könnte (oder wird) uns im Ausland wahrscheinlich tangieren. Der BGH urteilte, dass die Reihenfolge, in der man Hin- und Rück-Flug zu nehmen hat, nicht vorgeschrieben werden kann.

Konkret: wenn ich mir aus Deutschland ein Ticket für die Reise Frankfurt – Mexico City – Frankfurt schicken lasse, weil es so billiger ist, als wenn ich mir hier in Mexico eins kaufe und dann zuerst den Flug Mexico City – Frankfurt antrete, dann ist das künftig (hoffentlich wieder) erlaubt und völlig rechtens.

In letzter Zeit hatten die Fluggesellschaften (widerrechtlich, wie sich zeigt) festgeschrieben, dass das Ticket komplett verfällt, wenn man die Reise nicht exakt wie auf dem Flugschein ausgegeben vollzieht.

(Quelle)

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Wendy’s in Mexico

Nachdem Andreas gestern den mex. ALDI (den Farben nach zu urteilen, muss es wohl ein ALDI Nord sein ;-) ) vorgestellt hat, hier eine Entdeckung, die ich letztens an der Ecke Av. División del Norte/Calz. del Hueso im Süden von Mexico City zufällig machte:

Werde wohl demnächst mal austesten müssen, ob die Burger genauso gut sind wie an der Ecke W Broadway/Cambie St in Vancouver, wo ich zu “meiner canadischen Zeit” desöfteren “Gast bei Dave” war.

Die mex. Wendy’s-Webseite ist momentan (?) wegen Nameserver-Problemen nicht erreichbar; evtl. existiert sie noch gar nicht.

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Verpackungs-Wahn

Diese Kekse der Hausmarke des Wal-Mart-Imperiums sind gleich drei (!) Mal eingepackt:

1. Der Papp-Karton:

Great Value? - Der Karton

2. Zwei Pakete zu je der Hälfte des Inhalts in einer metall-bedampften silberfarbenen Plastik-Folie:

Great Value? - Silberfolie

3. Jeweils zwei Kekse in einem Klarsicht-Plastiktütchen:

Great Value? - Plastik-Tütchen

So etwas sollte eigentlich verboten werden.

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Leicht-Salz

Letztens war ich sehr erstaunt, als ich bei der Suche nach Salz im Supermarkt-Regal dieses Paket fand: Salz light, mit 33% weniger Sodium.

Vielleicht bin ich ja naiv oder blöd, aber ich dachte Salz wäre just dazu da, um -hm- zu salzen. Wenn ich weniger Sodium zu mir nehmen sollte, dann salze ich eben weniger – oder lasse es ganz (wie meine Oma (q.e.p.d.) in ihren letzten Lebensjahren; wenn sie zu Besuch kam, schmeckte das Essen immer so fad…).

Gibt es demnächst dann Zucker ohne Kalorien (oh, das existiert bereits…), Bier ohne Alkohol (hm, das auch…), Schnitzel ohne Fleisch (ähm, sowas essen Vegetarier, aber geformt aus Soja – weiss der Kuckuck warum sie das nachahmen müssen, wenn Fleisch so schlecht ist), Käse ohne Milch (ups, gibt’s auch schon…), Gemüse ohne Nährstoffe (hm… – Tomaten aus Holland?), Mineralwasser ohne Minerale (ist das nicht destilliertes Wasser?)… – ha, jetzt hab’ ich’s: Chile ohne Schärfe …?

;-)

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Handy-Registrierung (II)

Was die Verlängerung der Anmeldefrist zum berühmten Nationalen Mobiltelefon-Benutzer-Register RENAUT (Registro Nacional de Usuarios de Telefonía Móvil) angeht, habe ich mich wohl geirrt. Ich nehme an, die Betreiber-Firmen haben nicht genügend “Vergünstigungen” springen lassen, um die Senatoren zu “überzeugen”.

Trotzdem -und das ist nichts neues- bleiben da noch mehrere Haare und Fliegen in der Suppe der schönen heilen Welt der totalen Handy-Benutzer-Überwachung:

  1. das das RENAUT begleitende Gesetz, nach dem eine telefonische Belästigung eine Straftat ist, die entsprechend geahndet wird, existiert gar nicht. :shock:
    Laut den Bestimmungen im Diario Oficial de la Federación (DOF – das mex. Bundes-Gesetzblatt) hatten die beiden Parlaments-Kammern Cámara de Diputados und Senado de la República 180 Tage nach In-Kraft-Treten des RENAUT-Gesetzes Zeit, dieses zu verabschieden. Nun sind mehr als 400 Tage verstrichen und das Auf-den-Weg-Bringen des Gesetzes ist selbst in der Cámara de Diputados in weiter Ferne.
  2. wie nicht anders zu erwarten, benehmen sich die Handy-Benutzer wie echte Mexicaner: sie registrieren ihr Mobiltelefon im allerletzten Moment (dass das eine mex. idiosincrasia ist, sagen auch die allermeisten Mexicaner). Obwohl die RENAUT-Betreiber und -Programmierer genau wissen (sollten?), dass es zum Ende der Frist hin ein exponentiell gesteigertes Daten-Aufkommen gibt, sind die Systeme auf den Ansturm nicht vorbereitet, obwohl sie seit mehr als einem Jahr operieren und Zeit genug war, die Kapazitäten zumindest temporär anzupassen (Server anmieten, mirrors erstellen, etc., etc.).
  3. in der Folge von Punkt 2. konnten mehrere Millionen von Handy-Nutzern ihr Telefon nicht rechtzeitig registrieren und die Bestätigungs-Nachricht erhalten. Obwohl es immer hiess, am 11.04.2010 ab 0.00 Uhr würden Leitungen gekappt, wenn sie nicht registriert sind, wurde die Frist kurzerhand bis zum 14.04.2010, 23.59 Uhr (heute!) verlängert.
    Der Betreiber Telefónica Movistar hatte vorher schon angekündigt, Linien seiner Firma nicht ab dem 11.04. abzuschalten und unregistrierten Handy-Nutzern weiterhin Service zu geben.
  4. es gibt keine Form des Beweises der Handy-Nutzer, dass die Registrierung erfolgt ist, ausser -in manchen Fällen- eine SMS mit den Worten (sinngemäss): “Su línea quedó registrada.” Wer sich telefonisch angemeldet hat, hat nichts greifbares.
    Ich z.B. war blöd genug, mich und meine Linie schon im April 2009 zu registrieren und bekam sofort genannte SMS. Mittlerweile habe ich das Telefon aber nicht mehr, sondern ein neues mit neuem SIM-Chip, aber derselben Telefon-Nummer. Die SMS auf dem mittlerweile verkauften alten Handy habe ich selbstverständlich vor dem Verkauf gelöscht. Falls mir die Linie demnächst -absichtlich oder durch einen Fehler in Datenbank und/oder System- gesperrt wird, wie beweise ich, dass ich mich registriert habe?
    Eine Lösung wäre die Einrichtung einer Webseite, auf der man in einem Fenster völlig anonym (s)eine Handy-Nummer eingeben kann und erfährt, ob die Linie registriert ist/wurde oder nicht.

Übrigens: in Tepito, einer landesweit bekannten Gegend, wo man von Piraten-CDs bis grosskalibrigen Waffen alles mögliche illegale bekommt, kann man seit Tagen bereits registrierte SIM-Chips kaufen – auf wessen Namen sie angemeldet sind, bleibt das Geheimnis der Verkäufer. Für 130 Pesos bekommt man eine neue, funktionierende Telefon-Nummer und 90 Pesos Guthaben.

…Und so lebt Mexico wieder einmal in grosser Sorge… – diesmal, dass das über alles geliebte Handy plötzlich aufhört zu funktionieren und das Guthaben futsch ist. Da geht die Nachricht, dass seit Beginn von Präsident Calderón’s “Guerra contra las Drogas” mehr als 22.000 Menschen ihr Leben lassen mussten, völlig unter.

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Morde Deinen Fötus, sei glücklich – die Statistiken

Diese Zahlen wurden auf Anfrage des Kollegs katholischer Rechtsanwälte (was es nicht alles für Schulen gibt…) vom Gesundheits-Ministerium (Secretaría de Salud) des DF mitgeteilt (sie sind also hochoffiziell) und umfassen den Zeitraum vom 27. April 2007 (Tag, an dem das Gesetz in Kraft trat) bis zum 31. Januar 2010.

Zahl der Abtreibungen pro delegación:

  • Álvaro Obregón: 2.507
  • Azcapotzalco: 2.113
  • Cuajimalpa: 1.411
  • Cuauhtémoc: 465
  • Gustavo A. Madero: 5.199
  • Iztapalapa: 3.811
  • Magdalena Contreras: 1.086
  • Milpa Alta: 657
  • Tláhuac: 1.154
  • Tlalpan: 576
  • Venustiano Carranza: 14.930 (!)
  • Xochimilco: 1.975
  • gesamt: 35.884

Familienstand der “Patientinnen”:

  • ledig: 52,9% (!)
  • verheiratet: 17,9%
  • geschieden: 2,9%
  • Lebensabschnittsgemeinschaft (unión libre): 25,8%
  • verwitwet: 0,4%
  • keine Antwort: 0,1%

Altersgruppen:

  • 11 bis 14 Jahre: 0,7%
  • 15 bis 17 Jahre: 4,7%
  • 18 bis 24 Jahre: 47,2% (!)
  • 25 bis 29 Jahre: 21,8%
  • 30 bis 34 Jahre: 13,9%
  • 35 bis 39 Jahre: 8,0%
  • 40 bis 44 Jahre: 2,6%
  • 45 bis 54 Jahre: 0,2%
  • nicht erfasst: 1,0%

Die Interpretation der Daten überlasse ich jedem selber. Nur soviel: in den 1.011 Tagen im erfassten Zeitraum (nachrechnen?) kamen durchschnittlich mehr als 35 “potentielle” Kinder pro Tag (!) ums Leben (das sind knapp 250 pro Woche oder mehr als 1.085 pro Monat). :shock: :mad: :cry:

Vielleicht wäre in diesem Zusammenhang interessant zu erfahren, wie das Verhältnis zwischen der Anzahl der weiblichen Einwohner jeder Altersgruppe zur Anzahl von Abtreibungen ist (davon ausgehend, dass jede Frau nur einmal abgetrieben hat…).

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Morde Deinen Fötus, sei glücklich

Das ist wohl das Motto der aus dem Boden sprießenden ganz legalen (!) Abtreibungs-Kliniken in Mexico-City.

In der Metro z.B. sieht man immer öfter Anzeigen mit glücklich lächelnden jungen Frauen, die suggerieren, eine Abtreibung wäre so etwas wie ein Spa-Besuch (ich zitiere oben abgebildete Werbung):

Eine unerwartete Schwangerschaft?

Es gibt legale Alternativen!

Ruf uns an; wir können Dir helfen…

  • vertrauliche Datenerhebung und exzellenter Service
  • Methoden mit Aussaugen und Tabletten
  • wir befinden uns in der Hospital-Zone in Tlalpan, nur 20 Minuten von der C.U. entfernt
  • wir sind eine seriöse Klinik

Na dann:

Liebe junge Frau: wenn Dir ein paar Tage (bis zu 12 Wochen) nach dem Sex (egal mit wem) der Bauch weh tut, Deine Periode ausbleibt oder Du morgens kotzen musst, gehe einfach zu dieser Klinik und die machen Dir das Kind weg sorgen dafür, dass Dein heißes Abenteuer ohne Folgen bleibt, auch wenn Ihr beide zu blöd wart, Euch zu schützen. Ganz legal, diskret und gar nicht weit weg von der Metro, wo Du dann nach der ambulanten Behandlung hinspazierst, in den Zug steigst, wieder nach Hause fährst, und -das ist das Beste!- keiner hat was gemerkt!

Toll, was?

Naja, dagegen, dass Du Dir später Vorwürfe machst wegen der Tötung, Du depressiv wirst oder Du beim Sex möglicherweise Syphilis, AIDS oder andere Geschlechtskrankheiten abgekriegt hast, können wir nichts tun. Vielleicht beim nächsten Mal Kondom benutzen? – Nee, besser nicht, sonst werden wir arbeitslos…

(Morgen dann die erschreckenden Statistiken zum Fötus-Mord. In Cd. Juárez kommen täglich weniger Menschen durch Tötung ums Leben als Ungeborene in Mexico-City!)

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Anmerkung: ich bin als zweifacher Adoptiv-Vater natürlich ziemlich biased, weil ich der Ansicht bin, dass es besser ist, ein Kind zu bekommen und evtl. in Adoption zu geben – ich kenne genügend unfruchtbare Paare, die für solch ein Kind (fast) alles geben würden.

Natürlich gibt es Gründe für eine Abtreibung (medizinische oder ethische); dass man sie aber wie im Distrito Federal zur Alltags-Prozedur erklärt und ohne jede Einschränkung legalisiert (als wenn man mal eben zum Friseur ginge nach dem Motto: “Morgen kann ich nicht zum Kaffee-Trinken kommen; da lass’ ich mir mal wieder ein Kind wegmachen, das ich im Bauch habe, weil ich keine Lust auf’s Kondom hatte. Aber übermorgen habe ich Zeit.”) halte ich für äusserst fahrlässig und sogar gefährlich für die Gesellschaft.

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P.S. Interessant  ist in diesem Zusammenhang die Diskussion auf tagesschau.de zum Thema Babyklappe in Deutschland.

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