Archiv der Kategorie kundenservice

Flaschenbier

Letztens beim Sam’s -ich hatte schon eine Palette Bit-Dosen in den Einkaufswagen gestellt- sah ich zufällig ein paar einzelne Flaschen desselben Bieres in einem Regal stehen. Da an ihnen kein Preis dranstand und auch der Preis-Scanner nichts anzeigte, fragte ich einen Jüngling in der Nähe danach.

Lange Rede, kurzer Sinn: die Flaschen waren Überbleibsel eines Angebot von vor ein paar Wochen (Monaten? – es gab damals auch 5-Liter-Fässchen); das Gebinde bestand eigentlich aus sechs Stück. Da nur noch vier Flaschen übrig waren, sie so (einzeln) bestimmt nicht mehr zu verkaufen waren und ich starkes Interesse bekundet hatte, machte mir der herbeigeeilte gerente einen Sonderpreis.

Zu deutsch: ich zahlte für die vier Bitburger das, was ich im Superama für eine einzige Flasche zahle (wenn ich mir mal den Luxus z.B. eines deutschen Schwarz- oder Weizenbieres erlaube).

Und: ein Bier aus der Flasche ist geschmacklich schon etwas ganz anderes als aus der Dose, auch wenn ich es immer in einen gut gekühlten Krug fülle.

P.S. der Preis für das Byte (8 Halbliter-Dosen Bit) liegt immer noch bei unschlagbaren 90.01 Pesos. Da kann kein mex. Bier mithalten (ausser man kauft Dosen-Kloster oder -Tropical Light-Brause).

Outlook und die inconvenience

Dieser Fehler wurde mir heute mittag bei Micro$oft Outlook angezeigt.

Übersetzt heisst das wohl soviel wie: “Ich habe mir gerade in die Hosen gemacht. Während ich mich säubere, bin ich so beschäftigt, dass ich keine Arbeitsaufträge annehmen kann. Wenn Du willst, kannst Du das, was Du von mir wolltest, vergessen und wegwerfen, oder Du wartest, bis ich die Sauerei aufgeräumt habe.”

;-)

P.S. Ein Hoch auf die nichtssagenden Micro$oft/Windoof-Fehlermeldungen. Na, wenigstens bittet das Programm um Verständnis…

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Gehackt

¿Trabajamos para ti? ¿Alguien trabaja?

Auf der Suche nach den notwendigen Papieren für ein trámite wurde ich auf die Seite der COFEMER (Comisón Federal de Mejora Regulatoria“Bundes-Behörde zur Regel-Verbesserung” (sprich: zum Bürokratie-Abbau)) geleitet.

Als ich nach mehrmaliger Eingabe des Suchbegriffs immer noch kein Resultat angezeigt bekam, drückte ich den Knopf “ASESORÍAS – Te ayudamos a localizar información contenida en este portal” (“Wir helfen Dir, Information auf diesem Web-Portal zu finden”) und wurde auf diese Seite geschickt (siehe Bildschirm-Kopie oben).

Tja, da war wohl “Theo Ein Türke gegen den Rest der Welt” am Werke, und die ach so effiziente Behörde für den Bürokratie-Abbau pennt.

Ob das davon kommt, dass man solch sicherheitsrelevanten Aufträge immer an cuates vergibt oder an Leute, die einen unter dem Tisch mit Geld versorgen, anstatt an kompetente Firmen…? Wundert es noch jemanden, dass man in Mexico geheime persönliche Daten so einfach an jeder Strassenecke bekommen kann, wenn Regierungs-Portale von irgendeinem dahergelaufenen Hacker geknackt werden können?

Da bekommt auch der auf der Seite stehende Regierungs-Werbe-Slogan einen ironisch-sarkastischen Einschlag:

“Trabajamos para ti” (Wir arbeiten für Dich)

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CFE – Una Empresa de Clase Tercermundista

CFE - Una Empresa de Clase MediocreEin guter Freund hat auf einem kommerziellen Baugelände bei uns im Ort ein paar Geschäfts-Lokale gebaut; genauer gesagt sind es vier auf dem gleichen (laut Grundbuch) Grundstück. Er liess auch gleich den Stromanschluss legen: von einem etwa 150 m entfernten Strom-Mast wurde die Versorgung abgezweigt, zwei neue Pfeiler gesetzt und gleich vor dem neuen Gebäude eigens ein Transformator installiert. Kabel wurden auf das Grundstück verlegt und die nach staatlichem Strom-Konzern Comisión Federal de Electricidad (CFE) notwendigen vorgeschriebenen Vorbereitungen getroffen, damit der Versorgungs-Vertrag abgeschlossen und die Stromzähler installiert werden können.

So weit, so gut – wenn die CFE denn dem Freund Strom geben wollte…!

Um in unserer Region einen neuen Stromversorger-Vertrag abzuschliessen und einen Zähler installiert zu bekommen, kann man nicht in ein Büro der CFE gehen (wo kämen wir denn da hin, wenn auf einmal so viel Personal eingestellt werden würde…), sondern ist gezwungen, die zentrale Rufnummer 071 zu wählen, wo man -wie bei den allermeisten Firmen- sich erst einmal mit irgendwelchen Maschinen herumquälen und viele Tasten drücken muss, bis man zur “richtigen” Person durchgestellt wird. Bei contrataciones sitzt offenbar ein Pool von mehreren Dutzend (wenn nicht Hundert) “menschlichen Telefon-Beantwortern”, um den Kunden (angeblich) zu “dienen”.

Man gibt brav sein Anliegen und dann Name und Adresse an, wo die Installation stattfinden soll, wird gefragt, ob denn auch die Anforderungen zur Installation alle gegeben sind und, wenn man tatsächlich alles zu 100% bejahen kann, bekommt man ein folio, was sowas wie eine Auftragsnummer ist.

Beim ersten Anruf wurde eine offizielle Hausnummer verlangt; mit dem in der escritura (der notariellen Besitz-Urkunde) vermerkten Lote X, Manzana Y war es nicht genug. Diese wird offenbar nicht automatisch von der Stadtverwaltung zugeteilt, sondern muss gesondert beantragt werden (was natürlich kostet). Der Freund bekam sie und rief nochmals an.

“Ja, eigentlich müsste jedes Geschäfts-Lokal eine eigene Hausnummer haben, um einen Vertrag abzuschliessen”, sagte der CFE-Mensch. “Das Grundstück ist aber nur eins und kann deswegen nicht mehrere Hausnummern haben – wie sollte das sonst mit dem Grundbuch und den zu entrichtenden Abgaben aussehen?”, antwortete der Freund. Der CFE-Fuzzi (der offenbar an einem Computer sitzt mit Zugang zu den zentralen Datenbanken) tippte auf seiner Tastatur herum und antwortete: “Nun gut, ihre folios sind X-XXX-XXX-XXY, X-XXX-XXX-XXZ, X-XXX-XXX-XXQ und X-XXX-XXX-XXP.”“Wann kann ich damit rechnen, dass die Zähler installiert werden?”“Das kann ich Ihnen nicht sagen.”“Wieso nicht?”“Weil das vom Arbeitsaufkommen abhängt.”“Kann man mich denn nicht wenigstens einen Tag vorher anrufen, um mir mitzuteilen, dass die Herren am nächsten Tag kommen?”“Nein. Guten Tag.” — Frage: wer hat die Zeit, jeden Tag von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr in einem nicht nutzbaren Geschäfts-Lokal zu hocken und stromlos (!) darauf zu warten, dass sich ein paar CFE-Heinis die “Ehre” geben, einmal vorbeizuschauen und ein bisschen herumzuschrauben?

Die Tage vergingen und die CFE-Leute tauchten niemals auf. Also rief der Freund nochmals an. Diesmal hatte er jemand anderem aus dem Calling Center Personal-Pool an der Leitung, der natürlich gar keine Ahnung hatte, worum es ging. “Ja, hier in der Daten-Bank steht, dass die Anträge abgelehnt wurden, weil kein Strom-Mast in der Nähe ist und die verlangte Verkabelung fehlt”, las er das, was auf seinem Bildschirm angezeigt wurde. Der Freund fiel aus allen Wolken, erklärte, dass die Anforderungen sehr wohl erfüllt wurden, und der CFE-Wutz reaktivierte die Anträge, inklusive neuer folios.

Wieder vergingen viele Tage und keine CFE-Brigade weit und breit. Der Freund rief nochmals an. Der Telefon-Mensch -wieder ein anderer- rezitierte das, was “el sistema” ausspuckte: “Die Anträge wurden abgelehnt, weil das Grundstück nur eine offizielle Hausnummer hat.”“Das ist doch längst geklärt!”, antwortete der Freund entnervt, aber der CFE-Telefonierer wusste (natürlich!) nichts davon: “Na, dann reaktiviere ich die Anträge wieder.” Neue folios wurden erteilt.

Die Tage verrannen und kein CFE-Trupp kam. Erneuter Anruf bei 071. “Die Anträge wurden abgelehnt, weil die vorgeschriebene Erdung fehlt”, hiess es diesmal. “Die Erdung?”, fragte der Freund, “die ist längst da! Ausserdem: wie konnten Eure Leute auf das Grundstück kommen, wenn ein Gitter davor ist?” — Die Anträge wurden reaktiviert (plus neue folios).

Zwei Tage danach rief der Freund nochmals an, um zu sehen, welche Ausrede man diesmal hatte, um nicht zu installieren. “Es gibt keinen Strom-Mast in der Nähe”, hiess es, “geben Sie mir bitte nochmals Ihre Daten, um die Aufträge zu reaktivieren.”“Hör mal zu: gibt es kein Büro, wo ich einmal persönlich vorsprechen kann, um den Schlamassel aufzuklären? Bei Euch kommt man ja nicht weiter. Jedes Mal habe ich jemand anders an der Strippe, der keinen blassen Schimmer von meinem Problem hat und dem es scheissegal ist, ob ich einen Anschluss kriege oder nicht. Mir geht hier saftig Geld verloren, weil ich die Lokale nicht vermieten kann ohne Strom!”“Nein, die CFE hat keine Büros.”“Kann ich mal mit Deinem Vorgesetzten sprechen?” - “Nein, das geht nicht. Geben Sie mir doch einfach Ihre Daten noch einmal.”

Der Freund legte auf.

Nun hat er die Elektriker-Firma, die ihm den ursprünglichen Strom-Anschluss (Abzweigung, Pfosten, Trafo) gelegt hat, beauftragt, ihm Strom zu geben – illegal. Hätte ich ebenfalls so getan.

Wer in Mexico etwas “richtig” machen will, sei es beim Finanzamt, bei Wasser oder Strom, wird damit bestraft, dass einem völlig unnötige bürokratische Hürden in den Weg gestellt werden; wer sich selbst und  ”schwarz” bedient, ist der Gewinner.

Mal sehen, wann der Empresa de Clase Mundial mit ihrem unterirdischen Service aufgeht, dass da einer klaut.

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Geraubte Illusionen

Eigentlich hatte ich gedacht, ein leckeres Milch-Eis mit Cajeta (karamelisierte gezuckerte Ziegenmilch) und Schokoladen-Überzug gekauft zu haben, aber als ich nach dem Auspacken die Verpackung las (zunächst etwas gedankenverloren, dann aber höchstaufmerksam), wurde ich herb enttäuscht:

(zu deutsch: “Eis am Stiel aus Pflanzen-Fett mit Vanille-Geschmack, Sirup mit Cajeta-Geschmack und Überzug mit Schokoladen-Geschmack”)

Ich bin ja eigentlich immer dafür, dass Hersteller die Wahrheit sagen über ihre Produkte, aber wie kann man jemandem auf solch fiese Weise die Illusionen nehmen? Hätte man die Beschreibung nicht marketing-technisch angenehmer formulieren können? ;-)

P.S. Links für Interessierte die Zutatenliste.

Viel Milch ist da nicht vorhanden, dafür aber alle möglichen pflanzlichen Zutaten, jede Menge Zucker und (meist künstliche) Farb- und Geschmacks-Stoffe.

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Zurück und hin

Ein Urteil des (deutschen) Bundesgerichtshofs (BGH) könnte (oder wird) uns im Ausland wahrscheinlich tangieren. Der BGH urteilte, dass die Reihenfolge, in der man Hin- und Rück-Flug zu nehmen hat, nicht vorgeschrieben werden kann.

Konkret: wenn ich mir aus Deutschland ein Ticket für die Reise Frankfurt – Mexico City – Frankfurt schicken lasse, weil es so billiger ist, als wenn ich mir hier in Mexico eins kaufe und dann zuerst den Flug Mexico City – Frankfurt antrete, dann ist das künftig (hoffentlich wieder) erlaubt und völlig rechtens.

In letzter Zeit hatten die Fluggesellschaften (widerrechtlich, wie sich zeigt) festgeschrieben, dass das Ticket komplett verfällt, wenn man die Reise nicht exakt wie auf dem Flugschein ausgegeben vollzieht.

(Quelle)

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Klebriger Fussboden

Bei solchen Hinweisen (übersetzt: “Bitte keine Becher mit Flüssigkeit in den Mülleimer werfen”) frage ich mich immer, welche die Alternativen sind.

Will man etwa tatsächlich, dass ich den halbvollen Pappbecher auf dem Boden ausgiesse und eine grosse Sauerei veranstalte, bevor ich ihn in den Eimer werfe…?

:lol: :mrgreen:

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Die erstaunliche Effizienz beim IMSS (Teil III und Ende)

Letzte Woche Mittwoch war es dann endlich soweit. Im Wartezimmer der Abteilung consulta externa (ambulante Behandlung) sassen fast nur alte Leute – klar: welcher Arbeitnehmer hat schon Zeit, mitten am Tag zum Arzt zu gehen? Frau Dr. Estrada im HGZ 32 trug hohe Stöckel-Sandälchen und einen viel zu kurzen Rock unter ihrem Kittel. Als ich ihr mein Problem -die Pigment-Störung im Auge- schilderte, verstand sie erst nicht, schaute sie sich dann aber genauer an, inkl. Innendruck-Messung.

Nachdem sie mir eine Flüssigkeit in die Augen geträufelt hatte, um die Linsen zu öffnen für die genauere Untersuchung des Pigmentflecks (und ich gut 20 Minuten im Wartezimmer gesessen hatte), “pappte” sie mir sprichwörtlich eine Linse -wohl eine Art Vergrösserungsglas mit Spiegeln, um in mehrere “Winkel” des Auges blicken zu können- direkt auf den Augapfel und liess mich verschiedene Augen-”Verrenkungen” machen. Ich bin seit mehr als 25 Jahren Brillenträger und habe deshalb schon so einige Augenarzt-Besuche hinter mir (auch etliche in Mexico), aber so unangenehm und z.T. schmerzhaft war noch keine Behandlung. Ich hatte den Eindruck, die Gerätschaften der Ärztin -allesamt zur Verfügung gestellt vom IMSS- sind von Anno Tobak. In dieser Annahmen bestätigt fühlte ich mich, als ich nachfragte, wie es aussähe mit einer Sehstärke-Bestimmung. “Der Apparat ist kaputt und gibt falsche Werte an”, meinte Frau Dr. Estrada mit gespieltem Bedauern. Ob es nicht möglich sei, in einem anderen Behandlungszimmer, wo der Apparat funktioniere, den Seh-Test vorzunehmen, fragte ich. “Nein”, antwortete sie, “und sowieso: das Institut [der IMSS] zahlt Ihnen die Brille in keinem Fall.”

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Die erstaunliche Effizienz beim IMSS (Teil II von 3)

Mein Urin (“el chorito de en medio”) hatte ich schon in aller Herrgottsfrühe im Röhrchen gesammelt; mein Termin war um 7:00 Uhr, ich hatte mich aber in der Anfahrtszeit zur UMF verkalkuliert und kam schon kurz vor 6:00 Uhr an. Zum Glück, denn es hatte sich schon eine lange Schlange an der (verschlossenen) Eingangstür gebildet. Obwohl erst um Punkt 7:00 Uhr der Proben-Empfang und die Blutabnahme begann, war ich -und es waren sicher 60 Personen vor mir dran- um 7:20 Uhr fertig und wieder draussen.

Die Ärztin guckte sich am 10. Februar mit mir die Ergebnisse an und meinte: “Alles in Ordnung bei Ihnen.” (das hätte ich ihr auch so sagen können; keine zwei Monate vor dem ersten Termin hatte ich eine Komplett-Untersuchung, inkl. AIDS- und Drogen-Test für die Adoptions-Papiere vornehmen lassen) “Nur Ihre Abwehrkräfte sind etwas niedrig.” Sie verschrieb mir Eisen und Folsäure und gab mir die gewünschte Überweisung mit einer Anleitung, was nun folgte, die sie mir unten auf das Blatt notierte: mit diesem Schein zuerst zum Kontroll-Schalter gehen, Stempel aufdrücken lassen und dann im Archiv noch einen mit Unterschrift abholen (stumpfsinnige Kontroll-Bürokratie, aber so ist das…). Während ich für meine kostenlosen “Medikamente” anstand, besorgte die Freundin die notwendigen Stempel und Unterschriften.

Über eine andere Freundin meiner Schwägerin besorgte ich mir den Augenarzt-Termin im zuständigen Hospital General de Zona (HGZ). Obwohl ich um einen möglichst baldigen Termin gebeten hatte, gab man mir den 14. April 2010 – 3 ½ Monate nach meinem ersten Besuch! Na, die Heinis sind saugut für einen Notfall wie mich, der ich mit einer steinalten Ersatzbrille mit weniger Dioptrien herumlaufe…

(morgen der letzte Teil der Trilogie)

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Die erstaunliche Effizienz beim IMSS (Teil I von 3)

Mitte Dezember 2009 fiel mir meine Brille herunter und zerbrach. Da im Moment die finanziellen Mittel knapp sind, ich IMSS-versichert bin und ausserdem nächste Verwandtschaft dort (und damit “an der Quelle”) arbeitet, entschloss ich mich, den Service in Anspruch zu nehmen, zumal ich ausser einer Sehschwäche noch ein anderes, an sich harmloses Augenleiden habe, das regelmässig beobachtet werden sollte. Der Termin beim mir zugeteilten (Allgemein-) Arzt war schnell vereinbart: eine Freundin meiner Schwägerin, Arzthelferin in “meiner” Unidad Médica Familiar (UMF) besorgte ihn mir umgehend für den 30. Dezember 2009.

Die Ärztin (etwas übergewichtig und mit blondierten Haaren) zog nach einer kurzen Befragung ein Etui mit einem Gerät aus ihrer Handtasche, mit dem sie meine Augen begutachtete (das Gerät war wohl ihr Privat-Besitz, weil es entsprechende Apparate in ihrer UMF nicht gab/gibt). Ihre Anweisung: damit sie mir die Überweisung (el pase) zum Fach- (= Augen-) Arzt geben könne, müsse ich im Labor Urin- und Blut-Proben abgeben, damit Glukose, Kolesterin, Hämoglobin und anderes getestet würde. Was die Labor-Untersuchungen mit meinem Augenleiden zu tun hatte, konnte oder wollte sie mir nicht erklären.

Ich ging zum Labor im gleichen Gebäude, um einen Termin für die Proben zu bekommen. Man bestellte mich für den 4. Februar 2010 ein, was mich etwas ärgerte: mehr als ein Monat, bloss um einfachste Untersuchungen vorzunehmen? Ich ging zurück zum Behandlungszimmer der Ärztin und liess mir von ihrer Helferin einen Termin für den 10. Februar (4 Werktage nach Urin- und Blut-Abgabe) geben.

Den Labortermin konnte ich dank der Freundin auf den 27. Januar 2010 vorverlegen; der Arzt-Termin blieb aber (wegen eines Todesfalls in der Familie der Freundin und dem daraus resultierenden Fehlen bei der Arbeit) gleich.

(morgen mehr dazu)

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