Das Weltwirtschaftsforum hat seine jährliche Rangliste zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit von 139 Staaten veröffentlicht. In Deutschland herrscht Freude, denn man verbesserte sich vom 7. auf den 5. Rang.
Und Mexico?
Vorher auf Platz 60 ist das Land nun auf Rang 66 gefallen; hinter Staaten wie Montenegro, Azerbaidschan, Vietnam, Sri Lanka und Jordanien.
Und innerhalb Lateinamerikas? Da führt Chile (Platz 30) vor Puerto Rico (Platz 41; faktische US-Kolonie); Panama (53), Costa Rica (56), Brasilien (58) und Uruguay (64) liegen alle vor der ehemalig grössten LatAm-Wirtschaftsmacht Mexico. Ob das dem Felipillo und seiner Experten-Schar gefallen wird?
Ups, nun rede ich schon wieder schlecht über Mexico… Asche auf mein Haupt…
(Quellen: tagesschau.de, World Economic Forum: The Global Competitiveness Report 2010-2011)
Tags: Konkurrenzfähigkeit, Wirtschaftsdaten
So hiess der Atlas, den “uns Alex”, also Alexander von Humboldt, 1808 in französischer Sprache veröffentlichte, damit seine Reisen auf dem amerikanischen Kontinent dokumentierte und -so ganz nebenbei
– die moderne Geographie begründete.
Nun habe ich per Zufall diesen Atlas in der David Rumsey Collection im Internet gefunden und möchte sie meinen geneigten Lesern nicht vorenthalten. Beim Heranzoomen an die einzelnen Kartenblätter wird man immer wieder neue Details entdecken, die so viele Jahre danach immer noch (oder wieder?) erstaunlich sind.
Genug der Worte. Viel Spass beim Stöbern.
Tags: alte Karten, Humboldt, Karten, Kartographie
Soeben habe ich dies beim Internet-Livestream-Hören erfahren:
am 4. September 2010 kommt der Radiosender WDR 2 nach Nettetal, meinen Heimatort in Deutschland. Weswegen habe ich nicht ganz verstanden, aber anscheinend haben die Einwohner der Stadt irgendeinen landesweiten Wettbewerb gewonnen.
Nettetal ist ein “Kunstgebilde” aus der Kommunal-Reform Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre in Nordrhein-Westfalen; die vormals selbständigen Städte Kaldenkirchen und Lobberich sowie die Gemeinden Breyell, Hinsbeck und Leuth wurden da zusammengelegt. Obwohl (zumindest war das so in der Zeit, als ich dort lebte) es immer noch eine gewisse “Konkurrenz” zwischen den einzelnen Stadtteilen gibt (mit dazugehörigen kleinen Witzeleien übereinander), funktioniert das Ganze ganz gut.
Nun treten also am 4.9.10 dort u.a. Nena, Amy McDonald, Sabine Töpperwien und Olli Dietrich auf – genauer gesagt, findet das alles in Lobberich (a.k.a. Lobberland, “da wo dä Wink stink’”
) statt.
Wer hinfahren und wissen will, was da abgeht, hier die Info.
Tags: Breyell, De-Wittsee, Hinsbeck, Kaldenkirchen, Konzert, Kreuzmönchdorf, Krickenbeck, Leuth, Lobberich, Party, Poelvenn, Sassenfeld, Schaag, Westdeutscher Rundfunk
Bei SPON erschien letztens ein Artikel, der für alle USA-Reisenden oder -Durchreisenden mit deutschem Pass wichtig werden kann: bei den neuen Reisepässen ab Ende 2007 (die “biometrischen”) ist es nahezu unmöglich in der alphanumerischen Pass-Nummer (die man bei der Anmeldung beim Online-ESTA benötigt) zwischen dem Buchstaben O und der (Nicht-) Zahl 0 zu unterscheiden.
Kleiner Tip: in der Pass-Nummer gibt es keine Os, sondern nur Nullen.
Mehr dazu in diesem Artikel.
Tags: Ausländer, deutscher Reisepass, ESTA, USA, Visa Waiver
Von heute durchschnittlich drei Metern “Genauigkeit” wird es demnächst ein Meter sein – sagen die Amis…
Mehr: GPS Power-Up: Get Ready for New Sense of Place
Tags: Karten, Kartographie, Navi

Beim SPON-NRW-Quiz habe ich zwar nur 10 von 13 Punkten erreicht (woher soll ich als Niederrheiner denn wissen, wat die Kölsche unter ‘ne “Halve Hahn” verstehen? Was “Leezen” sind in der Region, wo die Leute “wech” kommen statt “her”, habe ich aber richtig geraten
), aber eine Sache wurmt mich dann doch: warum soll ich zwischen Rhein und Ruhr gross geworden sein?
Der Niederrhein liegt links vom Rhein; die Ruhr ist da janz weit weg auf der “schälen Sick” des Rheins bei den Ossis (die, wie ich letztens erfahren habe, kein eigener Volksstamm sind…)
!
Tags: Grenzland, Nordrhein-Westfalen, NW, Rheinland
Katastrophen-Verursacher BP und die US-Behörden bekommen die Lecks nicht in den Griff – jedenfalls nicht so schnell, wie anfangs versprochen (warum nur wundert mich das nicht…?
). Von ursprünglich 160.000 Liter “stieg” die aus den drei Bohrlöchern ausströmende tägliche Menge Rohöl auf das 5-fache (800.000 Liter) – und trotz der Verschliessung eines der Lecks soll sich die Menge nicht verringern.
Heute morgen hörte ich in den mex. Nachrichten, BP hätte zugegeben, dass es 1.400.000 Liter am Tag seien – fast das 9-fache! Ob das allerdings stimmt, weiss ich nicht; auf anderen internationalen und US- Nachrichten-Seiten steht (noch?) nichts davon.
Strände und Mangroven an der US-Südküste sind mittlerweile verseucht; ob die theoretischen Berechnungen über Meeres- und Wind-Strömungen und die deswegen voraussichtlich verschmutzten Küstenabschnitte tatsächlich so eintreten wie vorhergesagt, wage ich als jemand, der mit solchen Dingen (= Geographischen Informations-Systemen (GIS)) arbeitet, aus Erfahrung (!) zu bezweifeln. Sprich: ich bin mir ziemlich sicher, dass in den nächsten Wochen auch die mexicanische Golf-Küste in Mitleidenschaft gezogen wird.
Aber was rede ich da… – ich bin doch keiner von diesen ”Experten”.
Tags: British Petroleum, Louisiana, Öl-Pest, Plattform, Politiquillos, Rohöl, Umweltverschmutzung
Als vorige Woche im US-Bundesstaat Arizona das hier in Mexico so genannte “Anti-Immigranten-Gesetz” (“ley anti imigrantes”) verabschiedet wurde, ging ein grosser Sturm der Entrüstung durch die mexicanischen Medien. “Diskriminierend”, “menschenverachtend”, “fördert Hass und Intoleranz”, “Lasst uns Arizona boykottieren” und andere Aufrufe hörte (und hört) man – natürlich auch von Politikern, die (wieder mal) auf den fahrenden Zug aufsprangen, um wenigstens etwas Profil zu zeigen. Präsident Calderón verurteilte es ebenso und forderte US-Präsident Obama auf, das Gesetz rückgängig zu machen.
Jetzt kam ein Bericht von Amnesty International heraus, der zeigt, dass Mexico nicht nur kein Kind von Traurigkeit ist, was Menschenrechts-Verletzungen angeht (das weiss eigentlich jeder, der mal in einer mex. Zeitung geblättert oder mit der mex. Polizei zu tun gehabt hat), sondern, dass die Behörden durchreisenden, illegalen migrantes aus mittel- und südamerikanischen Ländern noch schlimmeres antun, als es das Gesetz in Arizona vorsieht.
Klaus Ehringfeld vom Handelsblatt weiss mehr dazu.
Tags: Arizona, Benachteiligung, Diskriminierung, Felipe Calderón Hinojosa, Korruption, Kriminalität, Politiquillos, Populismus
Ein Urteil des (deutschen) Bundesgerichtshofs (BGH) könnte (oder wird) uns im Ausland wahrscheinlich tangieren. Der BGH urteilte, dass die Reihenfolge, in der man Hin- und Rück-Flug zu nehmen hat, nicht vorgeschrieben werden kann.
Konkret: wenn ich mir aus Deutschland ein Ticket für die Reise Frankfurt – Mexico City – Frankfurt schicken lasse, weil es so billiger ist, als wenn ich mir hier in Mexico eins kaufe und dann zuerst den Flug Mexico City – Frankfurt antrete, dann ist das künftig (hoffentlich wieder) erlaubt und völlig rechtens.
In letzter Zeit hatten die Fluggesellschaften (widerrechtlich, wie sich zeigt) festgeschrieben, dass das Ticket komplett verfällt, wenn man die Reise nicht exakt wie auf dem Flugschein ausgegeben vollzieht.
(Quelle)
Tags: British Airways, Lufthansa, Verbraucherschutz
Die mex. Medien scheint der Vorfall nicht sonderlich zu interessieren; lediglich Randnotizen wie im El Universal werden publiziert.
Aus der Öl-Quelle unter der gesunkenen BP-Bohrinsel vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana treten täglich mehr als 160.000 Liter Rohöl aus, und es ist bisher kein Erfolg beim Verschluss der beiden Löcher abzusehen. Etwa 60 Kilometer vor der US-Küste gibt es bereits einen 1.500-Quadratkilometer-grossen Öl-Teppich, von dem man nicht weiss, wohin er sich bewegen wird – momentan sind die Amis froh, dass er von der Küste weg Richtung Süden treibt (Quelle 1, Quelle 2).
Wenn es dann soweit ist und touristisch wichtige Zonen wie Tecolutla, die Costa Esmeralda und/oder die gesamte Golf- Küste bis nach Celestún, Progreso, Ría Lagartos, Isla Holbox und evtl. Cancún verseucht sind/ist, wird bestimmt wieder laut geheult… – aber solange die Öl-Pest “weit weg” ist, ist (wieder einmal) das Interesse niedrig.
“En México nunca pasa nada, hasta que pasa, y cuando pasa, todos decimos: ‘Pues, tenía que pasar’“ (Cantinflas)
Tags: Louisiana, Öl-Pest, Plattform, Politiquillos, Rohöl, Umweltverschmutzung